DÜRENS INNENSTADT WIRD IM ZUGE DES MASTERPLANS MODERNISIERT

Im Jahr 2015 wurde die Stadt Düren mit dem Masterplan Innenstadt in das Städtebauförderprogramm des Landes NRW aufgenommen. Als eine der zentralen Maßnahmen des Masterplans wurde der Marktplatz umgestaltet.

UMGESTALTUNG DES MARKTPLATZES

Der Marktplatz ist dreimal in der Woche Ort für den regional beliebten Wochenmarkt. In den übrigen Zeiten bietet der Platz Raum für die Außenterrassen der vielen Cafés und Bistros. Vor dem Umbau mussten viele Tische und Stühle während des Wochenmarkts weggeräumt werden. Gerade dann ist es aber besonders reizvoll, in der Sonne in einem Café zu sitzen und dem Markttreiben zuzuschauen. Dies war einer der Gründe, der für eine Umgestaltung und Neuordnung des Marktplatzes sprach. Damit die Außengastronomie auch während der Wochenmarktzeiten gut funktioniert, wurden die Platzränder neu gegliedert: Entlang der Fassaden verläuft ein durchgängiger Bereich zum Gehen. Dort verlaufen auch die taktilen Leiteinrichtungen, so dass Blinde und sehbehinderte Menschen nicht in Konflikt mit Außengastronomie oder Wochenmarktständen kommen. Dann folgt ein durchgehendes Aufenthaltsband mit Bänken, Tischen, Abfallbehältern und Dürener Leuchten. In diesem Aufenthaltsband können nun auch während des Wochenmarkts die Besucher der Cafés und Bistros sitzen und dem bunten Treiben auf dem Wochenmarkt zusehen.

KÖLNSTRASSE UND KÖLNTORPLATZ

Bevor die Umgestaltung des Marktplatzes begonnen werden konnte, musste der Umbau der Kölnstraße mit dem neuen „Platz am Kölntor“ abgeschlossen werden. Im Frühjahr 2017 fertiggestellt, war dies die erste Umgestaltung eines öffentlichen Raums nach den Leitlinien des Masterplans. Eine Fußgängerstraße wird nicht über ihre gesamte Breite gleich genutzt: wer schnell sein will geht eher in der Mitte, wer Schaufenster betrachten oder sich zum Ausruhen auf eine Bank setzen will, wählt eher die Randbereiche. Die neue Gestaltung entspricht diesem Nutzerverhalten: Im Bewegungsbereich Betonpflaster, in den Aufenthaltsbereichen geschnittenes Natursteinpflaster. Die neue Ausstattung entspricht dem Wunsch vieler Leute, nicht nur nebeneinander zu sitzen, sondern sich mit einem Gegenüber zu unterhalten oder auch auf einem kleinen Tisch etwas abzustellen. Eine Einkaufsstraße sollte auch Möglichkeiten zum Spiel bieten, denn auch das steigert die Aufenthaltsqualität und führt zu längerer Aufenthaltsdauer in der Straße. Eine andere Art von Spielangebot bietet der Platz am Kölntor: hier ist eher die kreative Aneignung gefragt. So bietet der Platz zum Beispiel ideale Bedingungen für ein Boulespiel. Das benachbarte Restaurant garantiert Zuschauer, dort ist auch bei Bedarf ein Glas Wasser, oder auch ein Glas Rotwein erhältlich.

SANIERUNG DES KAISERPLATZES

Auch in den nächsten Jahren stehen große Projekte an. Besonders wichtig ist die Umgestaltung des Kaiserplatzes. Der Platz soll künftig über seine Bedeutung als zentraler Halte- und Umsteigepunkt für den ÖPNV hinaus auch mehr zum Aufenthalt einladen als bisher. Der im Rahmen eines Wettbewerbes ausgewählte Entwurf des Büros „Lützow 7“ aus Berlin nimmt Bezüge zur Industriegeschichte der Stadt auf und setzt diese in Gestaltungsideen um. So wird der Bodenbelag an gefaltetes Papier erinnern. Wasserfontänen werden die Bedeutung des Wassers für die Stadt darstellen. Eine Baumgruppe und eine Auflage auf der Treppe werden zum Aufenthalt einladen. Die Abfolge „Platz am Kölntor – Kölnstraße – Marktplatz, Kaiserplatz“ erhält damit ein neues, qualitätsvolles und zeitgemäßes Erscheinungsbild.

 

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